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Eine Ebene zurück

Volleyball 1. Herren
 

Im oberen Tabellendrittel mitmischen wollen die Volleyballer von FdG Herne in der Landesliga-Saison. Zum Auftakt am Samstag (ca. 17.30 Uhr, in Grumme) soll dafür gleich ein Sieg gegen Recklinghausen-Suderwich her - und das ohne "Full-Time-Trainer", wie Spielertrainer Stefan Schulte-Ladbeck sagt. Ein neuer Coach werde "dringend" gesucht. Neben den alten Bekannten aus Rheine und Epe, die wieder zum Favoritenkreis zählen, spielen die Herner gegen noch unbekannte Teams aus Gelsenkirchen, Grumme und Suderwich. Das obere Tabellendrittel ist erneut das Saisonziel, auch wenn die Vorbereitung erst spät begann. Neu im Team von Friedrich der Große sind Matthias Neges und André Kluge, verlassen haben die FdG-Herren Dirk Napierala und Tobias Stelmaszyk. Der Stamm blieb mit Schulte-Ladbeck, Mannschafts-Führer Michael Nedballa, Volker Schwartz, Janus Magdziarz, Michael Runnebaum, Stefan Telsemeyer, Thorsten Thiele und Karsten Schug beisammen.

Die 1. Herren der Saison 2006/07

Hinten v. links: Volker Schwartz, André Kluge, Janus Magdziarz, Michael Runnebaum, Stefan Schulte-Ladbeck. Vorne v. links: Matthias Neges, Michael Nedballa, Stefan Telsemeyer, Thorsten Thiele (es fehlt: Karsten Schug)

VOLLEYBALL Relegation um Aufstieg (21.04.2007)

SG Eichen/Kreuztal - FdG Herne 3:1 (25:13, 19:25, 25:19, 25:23)

FdG Herne verpasst das große Finale.

Schon vor Spielbeginn zeichnete sich ab, dass die Gastgeber die Dorf-Halle bis zum letzten Platz füllen wollten, circa hundert Zuschauer drängten sich in die kleine Sporthalle und sorgten schon vor Spielbeginn für lautstarke Unterstützung. Das Schiedsgericht war nicht in der Lage die Zonen um das Spielfeld frei zuhalten.

Spielführer Michael Nedballa musste sich das Erste, aber nicht das letzte Mal mit dem Schiedsgericht auseinandersetzten.

Reichlich nervös starteten die FdGler in den ersten Satz, so dass man sich schnell mit einer fünf Punkte Führung der SG Eichen/Kreuztal konfrontiert sah. Die hohe Eigenfehlerquote machte die Aufholjagd nicht gerade leichter und das eindrucksvolle und risikoreiche Angabenspiel der Sauerländer wurde mit dem Gewinn des ersten Satzes belohnt. Der vernichtende Abstand von letztlich 12 Punkten musste nun verdaut werden. Der Trainer mahnte die Mannschaft in der Satzpause zu "Konzentration und Kampf um jeden Punkt".
Die Ansprache zeigte Wirkung, die FDGler fanden zu Ihrem gewohnten Blockspiel und auch Annahme und Angriff steigerten sich stetig und sorgten somit für den verdienten Satzgewinn.

Das Publikum sah den Sieg in Gefahr und fiel durch zahlreiche unsportliche Aktionen auf, die auch der gegnerische Spielführer auf Geheiß des ersten Schiedsrichters nicht unterbinden konnte. Da auch mehrfache Bitten von Spielführer Nedballa an das überforderte Schiedsgericht nicht für mehr Fairness sorgten, tobte der für sein Engagement an der Seitenlinie bekannte Herner Trainer und sah leider die gelbe Karte. Demoralisiert verloren die Herner ihre Block-Disziplin und mussten den nächsten Satz fast kampflos an die groß gewachsenen Außenangreifer der SG abgeben.

Der noch immer verletzte Zuspieler Stefan Telsemeyer coachte den jungen Robin Mydlak. Durch die Tipps des "alten Hasen" wurde das Zuspiel sicherer, eine Angabenserie von Außenangreifer David Wiesche leitete eine Aufholjagd von 6 Punkten ein, auch der Block war plötzlich wieder hellwach. Die Spannung in der überfüllten Halle war spürbar, der Tie-Break zum Greifen nah! Beim Spielstand von 24:23 für Eichen/ Kreuztal wechselte das Aufschlagrecht zum letzten Mal und die Herner mussten sich nach 82 Min. geschlagen geben.

Trainer Michkailo Vyazovskyy zeigte sich nach Spielende mit seinen Schützlingen wieder sehr versöhnlich und betonte: "Diese Aufstellung hat in der letzten Saison so noch nicht auf dem Feld gestanden, meine Jungs können die Halle erhobenen Hauptes verlassen, denn alles in allem liegt eine gelungene Saison hinter der Truppe! Auch den designierten Neuzugängen aus der Zweiten scheint das Spielen in dieser Mannschaft Spaß zu machen und die Leistung der Youngster stimmt auch" bemerkte Trainer Michkailo Vyazovskyy und wertete das Spiel gegen SG Eichen-Kreuztal in seiner Kabinenansprache lediglich als "das erste gelungene Testspiel für die kommende Spielzeit".

Es spielten für FdG Herne: Jan Danisch, Michael Nedballa, Matthias Neges, Janus Magdziarz ,Robin Mydlak, Michael Runnebaum, Volker Schwartz, Karsten Schug, Stefan Schulte-Ladbeck, Stefan Telsemeyer, Thorsten Thiele, David Wiesche

 

Die doppelte Relegation

Zwei FdG-Teams dürfen nachsitzen: Herren verteidigen Platz zwei und kämpfen um den Aufstieg, Landesliga-Damen springen auf den drittletzten Platz und erreichen die Relegation

VOLLEYBALL LANDESLIGA
SG FdG Herne - VfL Telstar Bochum II 3:2
(25:22, 20:25, 25:17, 21:25, 15:12)

FdG: Nedballa, Neges, Wiesche, Runnebaum, Schug, Schulte-Ladbeck, Schwartz, Thiele.

Geschafft. Nach einem Tiebreak-Krimi gingen die Gastgeber als Sieger vom Parkett, verteidigten so ihren zweiten Platz und haben damit die Relegationsspiele um den Verbandsliga-Aufstieg erreicht.

In letzter Sekunde stieß der junge David Wiesche aus der Reserve noch zum arg ausgedünnten Kader, so dass Trainer Michkailo Vyazovskyy das gewohnte Spielsystem beibehalten konnte. Die Leistungen aber blieben konstant schwankend: Gute und schlechte Phasen wechselten ständig. Zum Knackpunkt wurde die Annahme. Gelang es, den Ball gut zu kontrollieren, war der Rest meist kein Problem. Doch viele Eigenfehler warfen die FdG immer wieder zurück.

Erst gegen Ende des vierten Satzes gelang es, die Leistung wieder zu stabilisieren. Das gab Kraft und Selbstvertrauen für den Tiebreak, den die Herner dann von Beginn an dominierten und relativ sicher nach Hause schaukelten.

 

VOLLEYBALL LANDESLIGA

FdG Herne - TV Westfalia Epe 0-3 (22:25, 12:25, 21:25)

FdG: Maguhn, Nedballa, Neges, Runnebaum, Rupprecht, Schulte-Ladbeck, Schwartz, Thiele.

Im Endspurt der Meisterschaft scheint den FdG-Herren nicht nur personell die Luft auszugehen, vielmehr zeigen die Herner im Kampf um den zur Relegation berechtigenden zweiten Platz jetzt offenbar auch noch "Angst vor der eigenen Courage". Denn gegen die nur einmal geschlagenen und bereits als Meister feststehenden Gäste des TV Westfalia Epe war nach der klaren Auswärtsniederlage in der Hinrunde mehr drin. "Wir haben nicht verloren, weil wir so viele Ausfälle hatten", stellte FdG-Spieler Stefan Schulte-Ladbeck nach der Niederlage fest.

Schwächen des Meisters ließ die auf mehreren Positionen umbesetzte FdG-Crew ungenutzt und spielte die entscheidenden Relays nicht konsequent genug, um die Relegation vorzeitig perfekt zu machen. Im abschließenden Heimspiel gegen den VfL Telstar 2 benötigen die Herner jetzt unbedingt einen Sieg.

 

Not macht erfinderisch

FdG-Trainer reagiert auf erneute Hiobsbotschaft und zieht zwei Spieler aus der "Dritten" hoch.

Neue Formation spielt sich ein für den Hit gegen Epe.

VOLLEYBALL LANDESLIGA SG
FdG Herne - TuB Bocholt IV 3-0 (21:12, 21:16, 21:12)

FdG: Maguhn, Magdziarz, Nedballa, Neges, Runnebaum, Rupprecht, Schulte-Ladbeck, Schwartz.

Der Spaziergang gegen das Schlusslicht geriet zur Nebensache. Tags zuvor hatte die Herner die Hiobsbotschaft erreicht: Zuspieler Stefan Telsemeyer hatte sich schwer am Knie verletzt und wird im Endspurt um den Relegationsplatz fehlen. Nicht der erste Ausfall, den Trainer Vyazovskyy zu verkraften hatte. Zuletzt hatte es Andre? Kluge böse erwischt, so dass die Spielerdecke bereits arg dünn geworden war.

Also sah sich der alte Volleyball-Guru zur Improvisation gezwungen, berief den erfahrenen Zuspieler Ulf Maguhn sowie Allrounder Andreas Rupprecht aus der "Dritten" in den Landesligakader und beorderte Stamm-Libero Volker Schwartz auf die Diagonalposition. Bocholt war der geeignete Testgegner, um sich in dieser Formation einzuspielen. Am Samstag aber wartet im Heimspiel an der Castroper Straße ein ganz anderes Kaliber. Gegen den als Aufsteiger festetehenden TV Epe muss ein Sieg her, um den zweiten Platz zu behaupten.

 

Schug reißt sein Team aus der Schockstarre

FdG-Herren behaupten durch ein 3:1 gegen Angstgegner Grumme II den Relegationsplatz. Reserve schöpft Hoffnung im Abstiegskampf

VOLLEYBALL LANDESLIGA
SVE Grumme II - SG FdG Herne 1-3 (16:25, 25:16, 17:25, 22:25)

FdG I: Kluge, Magdziarz, Nedballa, Neges, Runnebaum, Schug, Schulte-Ladbeck, Schwartz, Telsemeyer.

Der "Angstgegner" hat seinen Schrecken verloren. Nach der überzeugenden Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage liegen die Herner weiter auf dem zweiten Platz und können sich in den letzten drei Spielen aus eigener Kraft in die Aufstiegsrelegation schmettern.

Die Freude wurde jedoch arg getrübt: Außenangreifer Andre Kluge zog sich im zweiten Satz eine schwere Knieverletzung zu und fällt bis Saisonende aus.

Damit wird die Spielerdecke ziemlich dünn. "Die Mannschaft stellt sich jetzt von allein auf", stöhnte Trainer Michkailo Vyazovskyy. Und nahm seine Jungs gleich in die Pflicht: "Jeder einzelne weiß jetzt, worum es geht, und steht in der Verantwortung."

Gegen Grumme setzte der Trainer nach Kluges Ausscheiden Karsten Schug als Diagonalspieler ein. Mit Erfolg. Schug war es, der seine Kameraden mit seiner Leistung aus der Schockstarre erlöste, so dass die Sätze drei und vier wieder an die Herner gingen.
 

 

FdG übernimmt den zweiten Platz

Vyazovskyy-Team zeigt Galavorstellung im zweiten Durchgang. Sieg aber erst im Tie-Break

VOLLEYBALL LANDESLIGA
TC Gelsenkirchen - FdG Herne 2-3 (25:18, 7:25, 25:20, 14:25, 13:15)

FdG: Kluge, Magdziarz, Nedballa, Neges, Runnebaum, Schug, Schulte-Ladbeck, Schwartz, Telsemeyer, Wiesche.

In einem spannenden Spitzenspiel setzte sich die Mannschaft von Michkailo Vyazovskyy gegen den Tabellennachbarn knapp durch und belegt nun vier Spieltage vor Saisonende selbst den zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt.

Nach schwacher Leistung zu Beginn führten die Herner ihren Gegner im zweiten Satz vor allem durch starke Aufschläge des aus der "Zweiten" hochgerückten David Wiesche regelrecht vor. Gelsenkirchen kam aber noch einmal zurück ins Spiel, so dass letztlich der Tie-Break entscheiden musste. Hier drückte Wiesche als Außenangreifer dem Spiel erneut seinen Stempel auf. Auch der an der Schulter verletzte Janus Magdziarz spielte stark auf.

Sa, 13.01.2007 - Landesligateams der FdG zwischen Frust und Freude.

Männer verlieren Boden im Titelrennen, Frauen verschaffen sich Luft im Abstiegskampf.

SG FdG Herne - TV Jahn Rheine 1:3 (30:28, 17:25, 20:25, 21:25)

FdG: Kluge, Magdziarz, Mydlak, Nedballa, Neges, Runnebaum, Schug, Schulte-Ladbeck, Schwartz, Telsemeyer, Wiesche.

VOLLEYBALL LANDESLIGA Das hektische und von Herner Seite zerfahrene Spitzenspiel endete mit einem verdienten Gästesieg. Die FdG konnte in keiner Phase ihr Potenzial abrufen, leistete sich unverständlich viele Aufschlagfehler und konnte auch aus dem Ausscheiden des Rheinenser Mittelblockers, der sich im dritten Satz schwer verletzte, kein Kapital schlagen. Einzig Michael Runnebaum gefiel mit guten Szenen in Angriff und Block. Alle anderen müssen sich mächtig steigern, wollen sie im Titelrennen am Ball bleiben.

Sa, 16.12.2006 - FdG macht es spannend

Nach 2:0-Satzführung macht das Herrenteam erst im Tie-Break alles klar Formkurve der Damen weist trotz Niederlage gegen den Tabellenzweiten weiter nach oben

SVE Grumme - FdG Herne 2-3 (19:25, 22:25, 25:14, 25:22, 9:15)

FdG: Kluge, Nedballa, Neges, Schwartz, Magdziarz, Runnebaum, Schulte-Ladbeck, Schug, Telsemeyer.

VOLLEYBALL LANDESLIGA Die FdG-Herren machten es gegen den Nachbarn unnötig spannend. Nach einem konzentrierten Beginn stellte sich der übliche Leistungsabfall der Herner diesmal bereits in der Schlussphase des ersten Satzes ein. Aufgrund einer klaren Führung reichte es aber noch, den ersten Durchgang zu gewinnen. Gegen Ende des zweiten Satzes lief FdG einer ständigen Vier-Punkte-Führung der Bochumer hinterher, ehe Mittelblocker Stefan Schulte-Ladbeck das Blatt mit einer Aufschlagserie noch einmal wenden konnte. Es stand wieder einmal 2:0 für FdG, ein Zwischenstand, vor dem Trainer Michkailo Vyazovskyy immer wieder warnt: "Da fehlt der Mannschaft der nötige Instinkt, das Ding einfach mal nach Hause zu schaukeln." Und der Trainer-Fuchs wurde bestätigt. Die nächsten beiden Durchgänge, der dritte sogar ganz klar mit 25:14, gingen an Grumme, so dass der Tie-Break die Entscheidung bringen musste. Das Team um Spielführer Michael Nedballa startete nach guten Aufschlägen von Außenangreifer André Kluge mit einer Drei-Punkte-Führung. Als wichtige Stütze erwies sich dann Mittelblocker Michael Runnebaum, der trotz Verletzung ins Team zurückkehrte. Am Ende setzten sich die Herner mit 15:9 durch und verteidigten damit den dritten Tabellenplatz.

Sa, 09.12.2006 - Notbesetzung löst souverän ihre Aufgabe

FdG-Herren haben nur im zweiten Satz Mühe

SG FdG Herne - SG Suderwich 3-0 (25:13, 25:23, 25:19)

FdG: Nedballa, Neges, Schwartz, Magdziarz, R. Mydlak, Schulte-Ladbeck, Schug, Telsemeyer, Wische.

VOLLEYBALL LANDESLIGA Rückrundenauftakt gelungen: Obwohl sie nur mit einer Notbesetzung antraten, wiederholten die FdG-Herren den glatten Hinrundensieg gegen Suderwich und sitzen Spitzenreiter Epe (18:2) mit 16:4 Punkten weiterhin im Nacken.

Trainer Michkailo Vyazivskyy musste wieder einmal improvisieren. Allrounder Karsten Schug rückte auf die ungeliebte Mittelblockerposition, Robin Mydlak aus der Zweiten gab sein Debüt in der Landesliga. Mit Erfolg. Die FdG begann furios und holte sich deutlich den ersten Satz. Trotz des obligatorischen "Hängers" reichte es im zweiten Durchgang zu einem knappen 25:23, der Rest war Formsache. Nach 56 Minuten hatte die FdG ihre Pflicht gegen den Drittletzten erledigt. Vyazovskyys Fazit fiel dennoch durchwachsen aus.

"Vier Spieltage, vier verschiedene Aufstellungen, keine Sicherheit. Und die harten Brocken kommen noch", hofft der Ukrainer, bereits am Samstag gegen SVE Grumme (16 Uhr) wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.

"So lange ich laufen kann"

Der Ukrainer Michkailo Vyazovskyy hat gerade seinen 77. Geburtstag gefeiert. Seine lange Karriere als Trainer begann in Odessa und führte dann über Belgrad, Israel und Schwerte nach Herne.

VOLLEYBALL TRAINER-PORTRAIT

"Mit 77 Jahren fängt das Leben an" - dieses Motto gilt zumindest für einen ukrainischen Volleyball-Trainer, der sich selbst Michkailo Vyazovskyy schreibt und vor zwei Wochen die erste Herrenmannschaft der SG Friedrich der Große übernommen hat. Was treibt diesen Altmeister nach einer langen internationalen Laufbahn an, seinen Lebensabend in den Niederungen der Landesliga zu verbringen?

Angebote auf höherer Ebene gab es wohl noch reichlich, aber dafür fühlte sich der aus der ehemaligen UdSSR-Sportschule hervorgegangene Exzentriker dann doch nicht mehr stark genug. "Ich liebe den Volleyball. So lange ich laufen kann, werde ich weitermachen", stellte Vyazovskyy ohne mit der Wimper zu zucken fest, als er die Sonnenbrille kurz abnahm.

1929 kam der Ukrainer in Odessa am Schwarzen Meer zur Welt. Der Sport stand immer im Mittelpunkt. "Ich habe alles gespielt, aber Volleyball hat mich besonders fasziniert. Es ist wie mit den Frauen, für irgendeine entscheidest du dich." Vyazovskyy ist kein Riese, aber das spielte während seiner aktiven Laufbahn keine Rolle, zumal er für das Zuspiel verantwortlich war. "Die Zeiten haben sich geändert. Heute sind die Frauen schon über zwei Meter groß", betonte der Lehrmeister.

Schon als Spieler begann er sich intensiv für die Trainingsarbeit zu interessieren, beobachtete seine Übungsleiter, machte sich Notizen und übernahm kleinere Mannschaften. Später kam er an die Sporthochschule von Odessa und unterfütterte sein praktisches Wissen mit der Theorie. Auf die Frage, was einen guten Volleyballcoach auszeichnen würde, antwortete Vyazovskyy: "Erstens musst du das Spiel können und verstehen, zweitens musst du ein guter Psychologe sein, und drittens musst du einen guten Kontakt zu den Spielern haben."

Der alte Ukrainer hat diese Qualitäten auf seiner Odyssee durch die Volleyball-Szene offenbar erfolgreich verkörpert. Als Cheftrainer der
Herren- und Damenteams des russischen Erstligisten aus Odessa fungierte er bis zum Wegfall des "eisernen Vorhangs". Nach einem Abstecher nach Belgrad landete er in Israel, wo er von 1992 bis 1999 drei Herren- und ein Damenteam zur nationalen Meisterschaft führte. In Deutschland war er seit 2001 unter anderem mit den Regionalliga-Damen aus Schwerte unterwegs. Jetzt will er die FdG-Herren in die Verbandsliga führen.

Team findet das Glück in der Heimat

VOLLEYBALL

Die Entstehung und Entwicklung der ersten Herrenmannschaft der SG Friedrich der Große war schon etwas kurios und setzt sich mit der Verpflichtung des ukrainischen Auswahltrainers Michkailo Vyazovskyy auch irgendwie charakteristisch fort.

Erst vor gut einem Jahr hatte das Team die Bildfläche der heimischen Sportszene betreten, nachdem es sich beim TV Gerthe kollektiv abgemeldet hatte, seine Landesligaspielberechtigung bei der FdG jedoch gleich wieder ausüben konnte. "Wir sind alle Herner und haben das Spiel entweder beim Baukauer TC oder bei der FdG gelernt. Dann haben wir uns in alle Winde verstreut und uns beim TV Gerthe wieder getroffen", skizzierte Mannschaftsführer Stefan Schulte-Ladbeck den langen Weg.

Als dritte Mannschaft nahm die Crew die erste Saison unter dem FdG-Wappen zunächst ohne Trainer in Angriff, was dem Erfolg jedoch nur bedingt abträglich war. Auf Platz drei verpasste das Team die Relegation zur Verbandsliga lediglich um einen Satz. "Wir sind altersmäßig eine sehr heterogene Truppe zwischen 25 und 40. Das kommt uns entgegen. Mit der zweiten Mannschaft haben wir in der Bezirksliga außerdem ein gutes Perspektivteam, das uns schon bald weiterhelfen könnte", sieht Schulte-Ladbeck günstige Voraussetzungen.

Mit dem alten Ukrainer Vyazovskyy klopfen die heimischen Cracks jetzt umso lauter ans Verbandsliga-Tor, zumal sich der Altmeister neben sportlichen Aufgaben auch der Verbesserung der sportartspezifischen Infrastruktur verpflichtet sieht. "Wir haben keine feste Trainings- und Spielstätte. Die Sporthalle Eickel wäre perfekt für uns. Dann würde der Ball auch nicht ständig an die Decke gehen. Das Team braucht mehr Unterstützung, Werbung und Zuschauer", fordert der Guru.

Sa, 25.11.2006 - Spitze rückt wieder in Reichweite

FdG-Herren finden zu ihrer Form zurück

VfL Telstar Bochum II - SG FdG Herne 1-3 (23:25; 17:25; 25:14; 22:25)

FdG: Danisch, Nedballa, Neges, Schwartz, Magdziarz, Runnebaum, Schulte-Ladbeck, Schug, Telsemeyer, Thiele.

VOLLEYBALL LANDESLIGA

Mit ihrem Sieg gegen Telstar kehrten die Herner in die Erfolgsspur zurück und zeigten auch endlich wieder eine ansprechende Leistung. Wegen des Ausfalls von Andre? Kluge agierte Michael Nedballa als Außenangreifer, für ihn spielte Karsten Schug diagonal. Beide machten ihre Sache gut, so dass der erste Satz trotz vieler Aufschlagfehler gewonnen wurde. Im zweiten Durchgang stellte die FdG auch dieses Manko ab und setzte sich deutlich durch.

Zu deutlich vielleicht. Offenbar waren sich die Herner ihrer Sache zu sicher. Prompt verschliefen sie den dritten Satz und kassierten mit 14:25 die Quittung. Zum Glück konnten sie den Schalter noch einmal umlegen, ihre Eigenfehlerquote minimieren und durch ein knappes 25:22 den Tiebreak vermeiden.

Damit gehört die FdG nach Abschluss der Hinrunde als Vierter (14:4 Punkte) zu dem Quartett, das den Meister unter sich ausmachen wird. Da Herbstmeister Epe erstmals verlor, ist die Spitze ganz eng zusammen gerückt.

So, 19.11.2006 - Eine derbe Klatsche in 56 Minuten

FdG-Herren verlieren 0:3 bei Westfalia Epe

VOLLEYBALL LANDESLIGA
Westfalia Epe - SG FdG Herne 3-0 (25:16, 25:16, 25:17)

FdG: Kluge, Nedballa, Neges, Magdziarz, Runnebaum, Schug, Schwartz, Schulte-Ladbeck, Telsemeyer, Thiele.

In weniger als einer Stunde Spielzeit fertigte der Tabellenführer Westfalia Epe die FdGler glatt mit 3:0 ab. Aufgrund der indiskutablen Mannschaftsleistung des Verfolgers aus Herner konnte man nicht einmal von einem Spitzenspiel reden.

Trainer Michail Wjasowskij hatte vor dem Spiel ein klare Marschroute ausgegeben, an die sich die Spieler dann aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht hielten. Eine eklatant hohe Eigenfehlerquote in allen Mannschaftsteilen machte es dem Gegner leicht, zu Punkten zu kommen.
Zuspieler Stefan Telsemeyer war es zwischenzeitlich überhaupt nicht möglich, seine Angreifer einzusetzen, da die Herner in keiner Phase des Spiels überhaupt den Ball unter Kontrolle hatten. Somit waren sämtliche taktischen Erwägungen für dieses Spiel hinfällig, und die Herner wurden mit einer derben Klatsche nach nur 56 Minuten wieder nach Hause geschickt.

Während Westfalia Epe in dieser Form sicherlich der erste Aufstiegsaspirant sein dürfte, muss Michael Wjasowskij seine Mannschaft nun für das kommende Spiel gegen den Tabellennachbarn Vfl Telstar Bochum wieder aufbauen.

So, 12.11.2006 - Ein Glücksfall für FdG

77-jähriger Ukrainer bringt eine riesengroße Erfahrung mit.
Guter Einstand mit 3:0-Erfolg.

Jetzt läuft die Vorbereitung auf das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Westfalia Epe

VOLLEYBALL HERREN-LANDESLIGA
TuB Bocholt IV - FdG Herne 0-3 (16:25, 14:25, 21:25)

FdG: Danisch, Kluge, Nedballa, Neges, Magdziarz, Schwartz, Schulte-Ladbeck, Telsemeyer, Thiele.

Einen optimalen Einstand feierte Michail Wjasowskij als neuer Trainer der FdG-Landesligavolleyballer. In genau 60 Minuten fertigten die Herner das Schlusslicht ab und verteidigten damit ihren zweiten Tabellenplatz.

Die Verpflichtung von Wjasowskij dürfte sich für die FdG-Herren als Glücksfall erweisen, denn der immerhin schon 77-jährige Ukrainer bringt eine riesengroße Erfahrung mit. Seine unglaubliche Trainererfahrung sorgte bei den Hernern für großes Erstaunen. In der ehemaligen UdSSR und der Ukraine, die ihn für seine sportlichen Erfolge mit einem Ehrendiplom und der Goldmedaille des Parlaments auszeichnete, trainierte Wjasowskij verschiedene Erstligamannschaften.

Seit 2002 war er in Deutschland für die Regionalligadamen des VC Schwerte und die Verbandsligaherren des SV Königsborn verantwortlich. Jetzt bereitet er sein neues Team intensiv auf das am Samstag anstehende Spitzenspiel beim bislang noch ungeschlagenen Tabellenführer Westfalia Epe vor.

So, 29.10.2006 - Das Ende einer Serie

FdG-Herren kassieren durch zahlreiche Eigenfehler im sechsten Saisonspiel die erste Niederlage.

FdG Herne - SVE Grumme II 2:3 (25:18, 22:25, 24:26, 25:18, 9:15)

FdG: Schwartz, Magdziarz, Runnebaum, Schug, Schulte-Ladbeck, Neges, Nedballa, Telsemeyer, Thiele

Am sechsten Spieltag musste die FdG in eigener Halle ihre erste Niederlage einstecken.

"Die Mannschaft war im Kopf nicht bei der Sache und machte dem Gegner viele Gastgeschenke", ärgerte sich Spieler Stefan Schulte-Ladbeck über die hohe Eigenfehlerquote.

Im ersten Satz lief es noch prächtig, danach passte nichts mehr zusammen. Selbst eine 24:20-Führung im dritten Durchgang reichte nicht zum Satzgewinn. "Da wurde mit aller Kraft Richtung Hallenwand geschlagen", so Schulte-Ladbeck.

Sa, 21.10.2006 - Friedrich der Große behält "weiße Weste"

Team von Stefan Schulte-Ladbeck stößt bisherigen Spitzenreiter aus Gelsenkirchen mit 3:2 vom Thron

FdG Herne - TC Gelsenkirchen II 3-2 (26:24, 19:25, 25:19, 18:25, 15:11)

FdG: Schwartz, Kluge, Magdziarz, Runnebaum, Schulte-Ladbeck, Neges, Nedballa, Telsemeyer.

VOLLEYBALL HERREN-LANDESLIGA

Ein hartes Stück Arbeit mussten die Volleyballer der SG Friedrich der Große leisten, um im fünften Spiel den fünften Sieg einzufahren. Am Ende stieß das Team um Stefan Schulte-Ladbeck den bisherigen Spitzenreiter TC Gelsenkirchen II nach 93 Minuten mit 3:2 vom Thron und ist nun neben dem neuen Tabellenführer Westfalia Epe das einzige Team mit blütenweißer Weste.

Die Herner machten sich allerdings das Leben selbst schwer, weil sie die im Training besprochene Marschroute aufgrund taktischer Undiszipliniertheiten immer wieder verließen und so dem Gegner viele Chancen gaben. Zwar konnte FdG den ersten Satz nach einem 20: 24-Rückstand noch drehen, aber damit war die Moral des Gegners noch lange nicht gebrochen. Vielmehr wurden die Herner im zweiten Satz klar abgefertigt. Die schwankenden Leistungen hielten aber bei beiden Teams an. So gewann FdG den dritten Satz mit 25:19 und Gelsenkirchen den vierten mit 25:18.

In den entscheidenden Durchgang starteten die Herner glücklicherweise mit einer 5: 0-Aufschlagserie durch Aussenangreifer Andre Kluge, so dass auch der obligatorische Hänger gegen Ende des Tie-Breaks den Satzgewinn und damit den 3: 2-Sieg nicht gefährdete.

Restlos zufrieden zeigte sich Spielertrainer Stefan Schulte-Ladbeck trotz des Sieges nicht: "Es bleibt herauszufinden, warum die Mannschaft immer wieder diese zwei Gesichter zeigt. Letztlich zählen jedoch die gewonnenen Punkte und somit das Vorrücken auf Platz zwei der Landesliga."

Sa, 30.09.2006 - FdG setzt seine Siegesserie fort

Team von Schulte-Ladbeck schwächelt nur im dritten Satz, setzt sich in 76 Minuten aber ungefährdet durch. "Youngster" Danisch und Wiesche erhalten Sonderlob des Trainers

VOLLEYBALL HERREN-LANDESLIGA
TC Gelsenkirchen - FdG Herne 1-3 (22:25, 16:25, 25:20, 13:25)

Auch nach dem vierten Spiel verließen die Volleyballer der SG Friedrich der Große die Halle als Sieger. Gegen den TC Gelsenkirchen kam die Mannschaft von Stefan Schulte-Ladbeck zu einem ungefährdeten 3: 1-Erfolg. Nach einer 2:0-Führung zeigten die Herner lediglich im dritten Satz Schwächen, als sie dem gegnerischen Aufschlagspieler sechs Punkte in Folge gestatteten. Vor allem durch eine gute Abwehrleistung und das sichere und ruhige Spiel von Libero Volker Schwartz machte FdG im vierten Durchgang und nach insgesamt 76 Minuten dann aber den Sack zu.

Ein Sonderlob von Schulte-Ladbeck verdienten sich die beiden Youngster Jan Danisch und David Wiesche, die wegen des Fehlens von vier Stammspielern in die erste Mannschaft aufgerückt waren. "Die beiden können schon jetzt in der Landesliga bestehen. Auf die Jungs aus der Zweiten können wir uns hundertprozentig verlassen", so der Trainer.

Für die SG FdG spielten: Danisch, Wiesche, Schwartz, Magdziarz, Runnebaum, Schulte-Ladbeck, Nedballa, Telsemeyer.

Sa, 23.09.2006 - FdG-Herren feiern auch den dritten Sieg!

VOLLEYBALL HERREN-LANDESLIGA

TV Jahn Rheine - SG FdG Herne 2-3 (23,-24,18,-24,-10)

FdG beim Krimi nervenstark

Herner siegen beim Angstegner Rheine mit 3:2 und übernehmen die Tabellenführung!

92 Minuten dauerte dieser Volleyball-Krimi der Landesliga - mit strahlenden Siegern aus Herne: Friedrich der Große gewann erstmals beim "Angstgegner" Rheine und übernahm mit 6:0 Punkten die Tabellenführung. Nach 1:1 Sätzen drohte die Partie bereits gelaufen zu sein, weil Herne den dritten Satz 18:25 verlor - und "das Team auseinander zu brechen drohte", so Spielertrainer Stefan Schulte-Ladbeck. "In diesem Satz habe ich die Mannschaft taktisch völlig falsch eingestellt, die Stimmung war schlecht."

Doch im vierten Satz bäumte sich das Team um Zuspieler Stefan Telsemeyer und Kapitän Michael Nedballa auf - 26:24. Im Tie-Break sorgte André Kluge mit guten Aufschlägen für ein 4:0. Rheine glich zwar zum 5:5 aus, doch jetzt setzte sich die der Lauf der Herner durch -  15:10.

Für die SG FdG spielten: Schwartz, Kluge, Magdziarz, Runnebaum, Schulte-Ladbeck, Neges, Nedballa, Telsemeyer.

 

 

So, 17.09.2006 - FdG-Herren feiern zweiten Sieg

FdG Herne - SVE Grumme 3-1 (-22,23,11,20)

Volleyball-Landesligist besiegt SVE Grumme

Schug kehrt zurück, Neuzugang Kluge gibt sein Debüt

Nach dem 3:1-Auftakterfolg gegen die SG Suderwich gewannen die Landesliga-Volleyballer der SG FdG Herne auch ihr zweites Saisonspiel mit 3:1. Nach einer in den ersten beiden Sätzen hart umkämpften Partie bezwang das Team von Friedrich der Große den SVE Grumme mit 3:1.

Im ersten Satz ging es hin und her, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Am Ende behielten die Gäste knapp die Oberhand - 25:22. Im zweiten Durchgang aber drehten die Herner um Spielertrainer Stefan Schulte-Ladbeck den Spieß um und setzten sich hauchdünn mit 25:23 durch. Dabei kehrte Karsten Schug nach langer Spielpause wieder aufs Volleyballfeld zurück.

Im vorentscheidenden dritten Satz waren die Grummer völlig von der Rolle; demoralisiert vor allem durch FdG-Außenangreifer Janus Magdziarz, dem allein zwölf Aufschlagpunkte gelangen. In diesem Satz gab auch André Kluge seinen Einstand als Angreifer. Er wechselte vor der Saison berufsbedingt aus Leipzig nach Herne und spielte zuvor bei Lokomotive Nordost.

Matthias Neges wurde erstmals als Libero eingesetzt und zeigte auf seiner neuen Position eine gute Leistung.

Die FdG-Herren nahmen den Schwung aus dem dritten Durchgang mit in den vierten Satz und hatten keine Mühe mehr, den 3:1-Sieg klarzumachen.

Bild rechts oben: Karsten Schug schmettert gegen einen Zweierblock ...

Bild rechts unten: Stefan Schulte-Ladbeck schlägt kraftvoll gegen das Objekt der Begierde ...

Sa, 09.09.2006 - FdG-Herren starten mit klarem Erfolg

SG Suderwich hält nur in zwei Sätzen mit

SG Suderwich - FdG Herne 1:3 (23:25, 25:21, 16:25, 19:25)

VOLLEYBALL LANDESLIGA: Nur in den ersten beiden Sätzen hielt die SG Suderwich in der Sporthalle in Bochum-Grumme gegen die Volleyballer von Friedrich der Große mit, ehe die Herner ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht wurden. Der Landesligist startete mit einem letztlich ungefährdeten 3:1-Erfolg in die Saison.

Hart umkämpft war die Partie gegen die Mannschaft aus Suderwich, einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, beim 25:23 im ersten Durchgang.
Den zweiten Satz gewannen die Außenseiter sogar, ehe sich die Klasse des Aufstiegsanwärters aus Herne durchsetzte. Dabei musste die FdG-Mannschaft um Kapitän Michael Nedballa ihr Spiel umstellen, da die etatmäßigen Außenangreifer angeschlagen in die Partie gingen. So bekamen Spielertrainer Stefan Schulte-Ladbeck und Michael Runnebaum auf der Mittelposition viel zu tun. Suderwich aber reagierte auf diese Taktik nur sehr zurückhaltend, so dass die Herner durch die Mitte zahlreiche Angriffe erfolgreich abschlossen.

 

TABO Pawlicki*


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